König Mohammed VI. reist nicht nach Algier zum arabischen Gipfeltreffen

Quellen zufolge handelt es sich bei dem arabischen Gipfeltreffen in Algier um ein Treffen "im Griff eines vergifteten Klimas", weshalb König Mohammed VI. nicht daran teilnehmen wird.

König Mohammed VI. reist nicht nach Algier zum arabischen Gipfeltreffen

König Mohammed VI. reist nicht nach Algier zum arabischen Gipfeltreffen

von Badr Tadlaoui

Nach mehreren Tagen der Ungewissheit und zahlreichen widersprüchlichen Gerüchten verzichtet König Mohammed VI. schließlich auf seine Teilnahme am Gipfeltreffen der Arabischen Liga, das am 1. und 2. November in Algier stattfinden sollte.

Die Gründe für die Absage seien vielfältig, hieß es. "Rabat ist zunächst der Ansicht, dass die algerischen Behörden Nasser Bourita und seiner Delegation eine wenig diplomatische Behandlung zuteil werden ließen", wurde betont, und weiter: "Marokko hat auch kein Verständnis an den anhaltenden Angriffen, denen es in den algerischen Medien ausgesetzt ist."

Vorzeitiges Scheitern des arabischen Gipfels in Algerien

Vorzeitiges Scheitern des arabischen Gipfels in Algerien, Foto: Märtyrerdenkmal von Halima Bouchouicha auf unsplash.com

von Taieb Dekkar

Algerien trägt die volle Verantwortung für das vorzeitige Scheitern des Arabischen Gipfels, noch bevor dieser am Dienstag, 01,11.2022, in der algerischen Hauptstadt eröffnet wird.

Alle Golfmonarchen, mit Ausnahme von Katar, das bislang noch nicht bekannt gegeben hat, ob es am Gipfeltreffen in Algier teilnehmen wird, haben ihre persönliche Teilnahme am Gipfeltreffen abgelehnt. Zu denen werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch Ägypten und Jordanien hinzukommen.

Kaum ein arabisches Land teilt die politischen und ideologischen Überzeugungen Algeriens. Es unterstützen alle die territoriale Integrität Marokkos. Auch der algerische Botschafter in New York erkennt diese Wahrheit an, allerdings nicht seine Chefs in Algier. Die Solidarität der arabischen Welt mit Marokko bringt Algerien in eine isolierte Lage innerhalb der arabischen Welt, die es vorgibt zu vereinen...

Auf dem Arabischen Gipfel in Algier versuchte Algerien vergeblich, die Verurteilung seines Verbündeten Iran von der algerischen Hauptstadt aus und in seinem Namen als Vorsitzender des Gipfels zu verhindern, und widersetzte sich damit dem Konsenswillen der Golfmonarchien und des Königreichs Marokko, das Teheran beschuldigt, die Polisario auf algerischem Territorium auszubilden und mit Waffen zu versorgen. Zudem wurde die Karte der arabischen Welt, die auf der Website der Arabischen Liga veröffentlicht wurde, von einem algerischen Fernsehsender, der sich als Partner der Arabischen Liga ausgab, verstümmelt worden. Dies wurde von der Arabischen Liga beanstandet und der Sender musste sich bei der Arabischen Liga entschuldigen.

Zudem wurde der marokkanischen Pressedelegation in Algerien der Berufsstatus aberkannt!

Die Mitglieder der marokkanischen Pressedelegation wurden am Flughafen lange festgehalten, bevor die algerischen Sicherheitsbehörden beschlossen, diesen den Berufsstatus abzuerkennen, ihre Arbeitsausrüstung zu beschlagnahmen und sie daran zu hindern, ihren Aufgaben als Fernseh- und Fotojournalisten nachzukommen.

Der Allgemeine Arabische Journalistenverband brachte seine "volle Solidarität mit den Forderungen der marokkanischen Journalistenvereinigung und seine Verurteilung der Behandlung einer Pressedelegation aus einem Bruderstaat Algeriens zum Ausdruck, durch die die Delegation gezwungen wurde, Algerien zu verlassen und ihren journalistischen Pflichten bei der Berichterstattung über den Arabischen Gipfel nicht nachzukommen".

 


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