Pipelineprojekt: Nigerianisches Gas über Marokko nach Europa

Nigeria und Marokko bringen Geld auf, um ein Mega-Pipeline-Projekt zu finanzieren, das nigerianisches Gas nach Nordafrika und Europa transportieren soll.

 

Pipelineprojekt: Nigerianisches Gas über Marokko nach Europa, Foto: König Mohammed VI. und Muhammadu Buhari von barlamane.comIn einem Interview, das am Dienstag, den 21. Juni von Bloomberg veröffentlicht wurde, sagte der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari, dass Großbritannien und die EU-Länder in das Pipelineprojekt investieren sollten, das nigerianisches Gas - die größten Reserven Afrikas - über Marokko nach Europa transportieren soll.

Er äußerte insbesondere die Hoffnung, dass das Pipelineprojekt nach seiner Fertigstellung dazu beitragen würde, die Gasversorgungskrise in Europa zu lösen, und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit einer langfristigen Partnerschaft zwischen Nigeria und Großbritannien sowie der Europäischen Union im Bereich der grünen Energiepolitik. "Wir brauchen eine langfristige Partnerschaft und keine Widersprüche in der grünen Energiepolitik des Vereinigten Königreichs und der EU", sagte er.

Der nigerianische Staatschef erklärte außerdem, dass das Pipelineprojekt von Nigeria nach Europa, das vor vier Jahren entworfen worden war, inzwischen enthüllt worden sei. Er erinnerte auch daran, dass die Nigerianische Nationale Ölgesellschaft (NNPC) Anfang Juni in Rekordzeit mit der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) ein Abkommen über den Bau des Gaspipelineprojekts Nigeria-Marokko geschlossen habe.

Vor vier Jahren einigten sich der marokkanische König Mohammed VI. und der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari auf das Mega-Gastransportprojekt entlang der Atlantikküste über eine Länge von 3000 km. Ein entsprechendes Abkommen zwischen den beiden Ländern wurde erstmals 2016 unterzeichnet.

 


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