Marokko und die USA feiern 250 Jahre Freundschaft und strategische Allianz
Marokko und die Vereinigten Staaten haben in Washington die außergewöhnlich lange Freundschaft und strategische Allianz zwischen beiden Ländern gewürdigt. Die Veranstaltung im Trump-Kennedy-Center unterstrich, dass die bilateralen Beziehungen nicht allein auf historischer Symbolik beruhen, sondern bis heute eine tragende Rolle in Fragen der regionalen Stabilität, Sicherheit und politischen Kooperation spielen.

Der marokkanische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Youssef Amrani, erinnerte daran, dass Marokko bereits im 18. Jahrhundert als erstes Land die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten anerkannt hatte. Diese frühe Anerkennung mündete im Vertrag über Frieden und Freundschaft von 1786, der bis heute als ältester fortlaufend gültiger Vertrag in der Geschichte der USA gilt und den institutionellen Rahmen der bilateralen Beziehungen bildet. Amrani betonte, dass sich diese historische Verbindung im Laufe der Zeit zu einer belastbaren strategischen Partnerschaft entwickelt habe. Marokko habe sich insbesondere als verlässlicher Partner in Nord- und Westafrika etabliert - etwa bei der Terrorismusbekämpfung, der maritimen Sicherheit, der Stabilisierung der Sahelzone sowie im Bereich militärischer Zusammenarbeit. Gemeinsame Manöver wie „African Lion“ zählen inzwischen zu den größten multinationalen Militärübungen auf dem afrikanischen Kontinent und gelten als Ausdruck des hohen gegenseitigen Vertrauens.
Neben der sicherheitspolitischen Dimension gewann auch die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Das bilaterale Freihandelsabkommen sowie der enge Dialog zu Fragen der regionalen Entwicklung, Migration und Energiekooperation spiegeln die Breite der Partnerschaft wider. Zugleich engagiert sich Marokko gemeinsam mit den USA in multilateralen Initiativen zur Förderung von Frieden und Dialog in der weiteren Region.
Die Veranstaltung markierte den Auftakt eines einjährigen Programms im Trump-Kennedy-Center, das der historischen Bedeutung der amerikanischen Unabhängigkeit und ihrer internationalen Resonanz gewidmet ist. Der Justiziar des Zentrums, Elliot Berke, bezeichnete das Treffen als symbolische Erinnerung an Marokkos besondere Rolle als einer der ältesten und beständigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten.
Insgesamt verdeutlichte die Zeremonie, dass die Beziehungen zwischen Rabat und Washington aus einer frühen Geste politischer Anerkennung hervorgegangen sind und sich über Generationen hinweg zu einer strategischen Allianz entwickelt haben, die historische Tiefe mit gegenwärtiger geopolitischer Relevanz verbindet.