Marokko-Israel: MoU über geistiges Eigentum

Marokko und Israel haben am Montag, den 18. Juli 2022, in Genf am Rande der dreiundsechzigsten Sitzungsreihe der Generalversammlungen der Mitgliedsstaaten der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ein Memorandum of Understanding (MoU) über geistiges Eigentum unterzeichnet.

 

Marokko-Israel: MoU über geistiges Eigentum, Foto: Flaggen von rechts nach links Marokko, Israel Die Vereinbarung wurde am Sitz der WIPO von Abdelaziz Babqiqi, Generaldirektor des marokkanischen Amtes für gewerbliches und kommerzielles Eigentum (OMPIC), und Ofir Alon, Exekutivdirektor des israelischen Patentamtes (Justizministerium), in Anwesenheit des Generaldirektors der WIPO, Daren Tang, unterzeichnet.

Die gemeinsame Unterzeichnungszeremonie, die vom Botschafter der Ständigen Vertretung Marokkos in Genf, Omar Zniber, und der Botschafterin der Ständigen Vertretung Israels in Genf, Meirav Eilon Shahar, geleitet wurde, fand in Anwesenheit zahlreicher Leiter diplomatischer Vertretungen und Persönlichkeiten des internationalen Genf statt.

Ziel der Vereinbarung ist es, Mechanismen zur Förderung der Zusammenarbeit im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes bereitzustellen, um so Innovationen zu fördern und die unternehmerischen Beziehungen zwischen Innovatoren beider Länder zu stärken.

Die Vereinbarung, die für einen Zeitraum von fünf Jahren geschlossen wurde und stillschweigend um denselben Zeitraum verlängert werden kann, zielt außerdem darauf ab, den Wissensaustausch und die gemeinsame Nutzung von Informationen zwischen den beiden nationalen Ämtern für geistiges Eigentum auszubauen und kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes Unterstützung zu bieten.

"Marokko hat sich dem Aufbau eines starken Ökosystems für geistiges Eigentum verschrieben, in der Überzeugung, dass geistiges Eigentum eine zentrale Rolle bei der wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Entwicklung spielt, insbesondere unter diesen schwierigen Umständen", erklärte Abdelaziz Babqiqi bei dieser Gelegenheit. Er wies darauf hin, dass das Königreich kürzlich eine neue Strategie 2022-2026 zur Stärkung des Systems des geistigen Eigentums in Marokko verabschiedet hat, um das Innovationsökosystem zu unterstützen und sich besser an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (ODD) auszurichten.

Meirav Eilon Shahar betonte seinerseits, dass dieses Abkommen es Unternehmern und Innovatoren ermöglichen werde, "eine wohlhabendere und nachhaltigere Zukunft für künftige Generationen in Israel und Marokko zu schaffen". "Wir schätzen diese bilaterale Zusammenarbeit und werden uns bemühen, sie von Genf aus auf die gesamte multilaterale Szene auszuweiten", sagte sie.

Omar Zniber seinerseits bekräftigte, dass "der Staat Israel und das Königreich heute gemeinsam einen historischen Schritt im Rahmen der Tätigkeit und der Perspektiven der WIPO unternehmen, der sich auf die Wiederbelebung unserer bilateralen Beziehungen stützt". Diese Absichtserklärung", sagte er, "ist Ausdruck unseres Willens, unsere Zusammenarbeit und Partnerschaft in den Bereichen Innovation, Kreativität und Hochtechnologie auszubauen, die auf Bereiche abzielen, die für Israel und Marokko von grundlegender Bedeutung sind, wie z.B. Wasserverwaltung, Landwirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit".

 


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