König Mohammed VI. tritt neuem internationalen Friedensrat bei
Mit der Einladung von Mohammed VI zur Mitwirkung an einem neu entstehenden internationalen Friedensrat wird Marokko Teil eines neuen multilateralen Formats, das von der US-Präsidentschaft initiiert wurde.

Der Monarch nahm die Einladung von Donald Trump an, dem Gremium als Gründungsmitglied beizutreten, wie das marokkanische Außenministerium mitteilte.
Der geplante Friedensrat soll einem begrenzten Kreis internationaler Entscheidungsträger vorbehalten sein und auf praktische Zusammenarbeit, wirksames Handeln und ergebnisorientierte Partnerschaften ausgerichtet werden. Ziel ist es, neue Ansätze der internationalen Konfliktlösung zu entwickeln, insbesondere mit Blick auf den Nahen Osten.
Parallel dazu bekräftigte Marokko erneut seine Position in der Palästinafrage. Das Königreich unterstützt Initiativen zur Stabilisierung der Lage im Gazastreifen und hält zugleich unverändert an einer politischen Lösung fest, die auf der Zweistaatenregelung basiert: ein palästinensischer Staat innerhalb der Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt, der in Frieden neben Israel besteht.
Die Einladung zur Mitwirkung an dem neuen Friedensrat steht damit in Kontinuität zur bisherigen marokkanischen Außenpolitik. Sie fügt sich in eine Linie ein, die auf Dialog, institutionelle Einbindung und multilaterale Formate setzt, ohne grundlegende politische Positionen aufzugeben.
22.01.2026 Nachtrag:
Die formelle Gründung des neuen internationalen Friedensrates erfolgte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Auf Weisung von Mohammed VI unterzeichnete Außenminister Nasser Bourita die Gründungscharta im Beisein von Donald Trump, der die Zeremonie leitete. Mit dem Inkrafttreten der Charta wurde der Rat offiziell eingerichtet. Der Zugang ist bewusst auf einen kleinen Kreis internationaler Entscheidungsträger begrenzt, die an der Gründung dieses neuen multilateralen Formats beteiligt sind.