Eine Kindheit in Marrakesch

Jede*r von uns hat eigene Kindheitserinnerungen, die unser Leben kennzeichnen. Sie hinterlassen mal tiefer, mal weniger tiefe Spuren und erzählen Geschichten, in denen wir sowohl privilegierte Darsteller*in als auch Zuschauer*in sind. Was bleibt von den Düften, von den Stimmen und Bildern unserer Kindheit? Lediglich Erinnerungen und Emotionen. Die Rückkehr in die Stätte unserer Kindheit kann erfreulich oder auch schmerzhaft sein. Glücklicherweise dominiert die Unschuld über den Rest.

 

 

Jede*r von uns hat eigene Kindheitserinnerungen, die unser Leben kennzeichnen. Sie hinterlassen mal tiefer, mal weniger tiefe Spuren und erzählen Geschichten, in denen wir sowohl privilegierte Darsteller*in als auch Zuschauer*in sind.

Was bleibt von den Düften, von den Stimmen und Bildern unserer Kindheit? Lediglich Erinnerungen und Emotionen.

Die Rückkehr in die Stätte unserer Kindheit kann erfreulich oder auch schmerzhaft sein. Glücklicherweise dominiert die Unschuld über den Rest.

Der Gang auf den Spuren unserer Kindheit ermöglicht es uns, zurück in die Vergangenheit zu reisen und zu staunen über Mauern und Menschen, die uns haben aufwachsen sehen.

Wie durch Zauberei kommt alles zurück und die damaligen Bilder entfalten sich vor unseren Augen und verschmelzen mit denen von heute.

Es ist eine Stärke der Fotografie, wenn sie einem autobiographischen Ansatz den passenden Rahmen verleiht. Sie ist nicht länger das Werkzeug einer persönlichen Geschichte, sie ist ihre Seele und ihr Abdruck.

1999, im Alter von vierzig Jahren, wurde ich anlässlich des Marokko-Jahres in Frankreich eingeladen, an einer Fotoausstellung über die Medinas von Marokko teilzunehmen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir das Porträt meiner Heimatstadt vorzustellen. Dabei wurde mir klar, dass es mein Selbstporträt war, das ich mir im Gedächtnis ausmalte.

Nach und nach tauchten Gesichter auf, die Schreie der Kinder zerrissen erneut die Klangstruktur der ockerfarbenen Stadt und schafften es sogar, die Geräusche der Mopeds zu überdecken.

Die Gerüche weckten Erinnerungen, die schon lange verschollen waren und brachten die schönen Momente des Lebens aus der Erinnerung zurück.

Wie in einem Schwarz-Weiß-Traum lieferten die Klicks ihren Anteil an Erinnerungen aus Licht und Schatten.

Das beeindruckende Marrakesch meiner Kindheit war wieder da. Mit jeder Aufnahme schrieb sich eine neue Seite meines Fotoalbums wie von Zauberhand. Ich übergebe sie heute unverändert an den Leser!

Gute Reise in das Land der Kindheit.

 

Mehr über Abderrazzak Benchaâbane erfahren Sie hier

 

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