Idriss Al-Jay

Seit je her hat die Kunst der Erzählung in Marokko viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auch wenn die europäische Besucher die Worte der Erzähler nicht verstehen, lösen diese doch eine große Faszination bei ihnen aus. 

 

Idriss Al Jay Mein Name ist Idriss Al-Jay, wohne und arbeite überwiegend in Berlin in den Bereichen Kunst und Kultur.

Der Bekannte Nobelpreisträger Elias Canetti schrieb nach einer Reise nach Marokko 1954, in seinem Buch „Stimmen von Marakkesch“ ein ganzes Kapitel über die Erzählung in dieser Stadt: „Am meisten Zulauf haben die Erzähler. Um sie bilden sich die dichtesten und auch die beständigsten Kreise von Menschen... Ich verstand nichts und doch blieb ich in ihrer Hörweite immer gleich gebannt stehen. Es waren Worte ohne jede Bedeutung für mich, mit Wucht und Feuer hervorgestoßen: Sie waren dem Manne kostbar, der sie sagte, er war stolz auf sie. Er ordnete sie nach einem Rhythmus an, der mir immer sehr persönlich schien...

“Für den in Marakkesch heute lebenden spanischen Schriftsteller, Juan Goytisolo, gibt es „In der Erzählungswelt keine Grenzen, zwischen dem, was wirklich und imaginär ist. Deswegen ist sie - ähnlich wie eine gemeinsam diktierte Überlieferung oder ein von einem unbekannten geschriebenes Buch - wie der Fall bei der Geschichte von tausend und eine Nacht...“

Der deutsche Schriftsteller und Drehbuchautor Bodo Kirchhoff berichtet von seinem Erlebnis mit der Kunst der Erzählung auf „die Bühne des Maghreb „Die Worte der Erzähler (die ich nicht verstehe) bewegen die Zeit gleichsam hinter meinem Rücken voran (was ich sehr gut verstehe). Ohne den Platz Jamaa Elfna würde die Zeit hier wohl zu schwer auf den Menschen lasten...“


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