Nach der Unabhängigkeit im Jahre 1956 hat sich Marokko definitiv für eine liberale, breit gefächerte und nach außen gerichtete Wirtschaft entschieden. Seitdem hat das Land mehrere Reformen durchgeführt, die darauf zielen, zu einem ständigen Wachstum und zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung im Rahmen der Modernisierung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Landschaft zu gelangen.

Ende 2004 und wie in den letzten Jahren haben die Ergebnisse der marokkanischen Wirtschaft in Bezug auf die Verfestigung der Basis die Erwartungen des in- und ausländischen privaten Sektors und der marokkanischen Staatsorganen erfüllt. Trotz der exogenen Zwänge im Zusammenhang mit den Naturkatastrophen und mit der Erhöhung des Ölpreises haben die makroökonomischen Daten gezeigt, dass Marokko über einen gesunden und zufrieden stellenden Rahmen verfügt.

Diesbezüglich und trotz des starken Defizits in der Handelsbilanz in Höhe von 34 % lag die Wachstumsrate bei 3,5 % und die Inflation bei weniger als 2 %. Das Kontokorrentkonto der Zahlungsbilanz hat einen Überschuss von 1,3 % des PIB verbucht und das Haushaltsdefizit lag bei 3,2 % des PIB. Parallel ist die Arbeitslosigkeit zwischen 2003 und 2004 von 12,3 % auf 10,9 % gesunken.

Der verzeichnete Leistungsumfang ist das Vorergebnis der zahlreichen sektorbezogenen Reformen, die von staatlicher Seite gestartet wurden.

1. Diesbezüglich und parallel zu den innerhalb von wenigen Jahren im Bereich der öffentlichen Freiheiten, der Demokratie, der Förderung der Frauenrechte, der Justiz und der Menschenrechte erreichten Fortschritte hat Marokko eine große Umsetzung seiner Wirtschaft in Gang gesetzt, um die Eingliederung des Landes in einen breiten Freihandelsraum und in einen globalisierten Markt zu beschleunigen.

In diesem Sinne hat Marokko tatkräftig die Eingliederung seines Infrastrukturnetzes in die transeuropaïsche und transmediterrane Transport-, Energie- und Telekommunikationsvernetzung begonnen und dies mit der Beschleunigung der Autobahnprogramme, dem Ausbau der Eisenbahngleise, der Erweiterung und der Modernisierung der Häfen an der atlantischen und Mittelmeer-Frontseite (z.B.: der große Tanger-mediterranen Hafenkomplex), der Flughäfen, der Telekommunikation oder des Stromnetzes.

Die Errichtung von sechs internationalen Badeorten an atlantischen und Mittelmeer-Standorten mit starkem touristischem Potential im Rahmen des Azur-Planes, der darauf zielt, 10 Millionen Touristen bis 2010 zu empfangen sowie der Bau einer Mittelmeer-Umgehungsstrasse über 600 Kilometer, die es ermöglichen wird, das Mittelmeerküstengebiet von Saaidia bis Tanger zu öffnen und das enorme Wirtschaftspotential dieser Region aufzuwerten oder noch die Vermehrung der Technologieparks und der fachlichen Tätigkeitsbereiche, die internationalen und wettbewerbsfähigen Standards entsprechen, stellen einige der großen Modernisierungs- und wettbewerbsfähigen Positionierungsbaustellen der marokkanischen Wirtschaft dar.

Die marokkanische Regierung verfolgt auch entschlossen den Prozess der Privatisierung, Entmonopolisierung und Erschließung von neuen wettbewerbsfähigen Wirtschaftssektoren in verschiedenen Bereichen, und insbesondere der Telekommunikation, der Produktion und Verteilung von Strom, bzw. Erdöl und Erdgas, des Luft- und Seeverkehrs, bzw. der Flughafen- und Hafenverwaltung.

2. Außerdem gewährt Marokko der beständigen und erneuerten Verbesserung des Unternehmens- und Handelsumfeldes, der Erleichterung der Investitionsumsetzung und dem Investorenangebot wettbewerbsfähigere Bedingungen in Bezug auf das institutionelle und juristische Umfeld und auf die vergleichbaren Vorteile.

In diesem Sinne hat sich Marokko insbesondere mit einer neuen und modernen Arbeitsgesetzgebung, die den besten Standards entsprechen, ausgestattet. Ein Reform- und Modernisierungsverfahren der Handelsgerichtsbarkeit wird auch in Richtung Leistung, Profitum und Schnelligkeit fortgesetzt, um der ihr die ganze Glaubwürdigkeit, bzw. der Investition und dem Handel die größte Sicherheit zu verleihen.

Die marokkanische Regierung hat sich dafür stark gemacht, alle bürokratischen Hindernisse aufzuheben, um die Verwaltungsverfahren und -Wege zu vereinfachen, besonders diejenigen die mit der Investitionsumsetzung verbunden sind (Beispiel : Einziges Formular für die Gründung einer Gesellschaft), und vor allem um dem Investor alle Erleichterungen, die zur Beschleunigung der Projektrealisierung beitragen, und zwar durch ein für die Investitionen spezifiziertes Arbeitsnetz zugänglich zu machen, das in den regionalen Investitionszentren eröffnet wurde und die zur Entwicklung der elektronischen Amtsführung führt.

Das marokkanische Angebot zielt darauf, vor allem der ausländischen Investition wettbewerbsfähige Infrastrukturen, einen Förderbereich für den Handel, Spitzenarbeitskräfte, Stabilitäts- und Sicherheitsgarantien, wettbewerbsfähige Faktorenkosten, örtliche Partnerschaften, die den europaïschen Standards entsprechen sowie Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für attraktive Investitionen zu gewähren, und zwar in einem stabilen und beruhigenden politischen und sozialen Umfeld.

Dieses Arsenal hat dem Königreich Marokko bereits ermöglicht, weltberühmte Gruppen, Weltmarktführer in ihren Tätigkeitsbereichen einzubeziehen.

3. Die Öffnung der marokkanischen Wirtschaft zu ihrer euromediterranen und weltweiten Umgebung ist schon deutlich in Gang gekommen.

Auf multilateraler Ebene hat die Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) und die Unterzeichnung in Marrakesch der GATT-Abkommen von 1994 und weiterer Abkommen in Marokko stattgefunden, die die Grundpfeiler der Regeln und Prinzipien des Welthandels ausmachen. Für weitere Informationen über Marokko in Bezug auf die WTO klicken Sie hier.

Marokko hat auch zahlreiche Freihandelsabkommen mit der Europaïschen Union, der Türkei, den Vereinigten Staaten von Amerika und im Rahmen des vierseitigen Abkommens in Agadir mit den arabischen Ländern des südlichen Mittelmeers abgeschlossen.

Heutzutage ist Marokko dabei, die Zielsetzungen all dieser Freihandelsabkommen zu verwirklichen, die Wettbewerbsfähigkeit der Landeswirtschaft zu verstärken und Marokko als attraktive und leistungsfähige regionale Investitions-, Produktions- und Austauschdrehscheibe am Kreuzweg Europas, des maghrebschen und mediterranen Raums und der afrikanischen Sub-Sahara-Länder aufzurichten.

Stand 2011

   

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