Orangenstand am Jamaa Lfna (im Juni 2007)Wie eine Fata Morgana erscheint das Stadtbild vor der Kulisse des schneebedeckten Atlasgebirges: ein Meer von Palmen hinter der mächtigen Lehmmauer aus der Zeit der Almoraviden. Unter ihrer Herrschaft erlebte die Stadt ihre erste Blüte. Damals entstanden auch die ersten Palmenhaine. 1147 stürmten die Almohaden die Stadt, zerstörten alte Bauten und errichteten neue, wie die berühmte Koutoubia Moschee, deren Minarett der Giralda von Sevilla als Vorbild diente. Den Zenit ihrer Macht erlebte Marrakesch ab 1184 unter dem legendären Sultan Yacoub eI Mansour, mit 150.000 Einwohnern zählte sie im Mittelalter zu den bedeutendsten arabischen Städten.

Ein Rausch der Farben, Formen und Klänge.Mitten im Gassengewirr öffnet sich plötzlich ein weiter Platz, der Rahba Kedima, einst Sklavenmarkt, heute der beste Platz für Gewürze, Essenzen und Mixturen. Es duftet nach Moschus, Rosen und Safran. Von hier ist es nicht mehr weit zum berühmten Platz Djemaa-el-Fna.Djemaa-el-FnaUnvergleichlich ist die Atmosphäre auf dem Hauptplatz Djemaa-el-Fna wo jeden Tag aufs Neue ein faszinierendes Freiluft-Variété stattfindet: Gaukler, Akrobaten, Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer, Musikanten und andere malerisches Spielleute stellen hier ihre Künste zur Schau.

Marrakeschs einzigartige „Bühne des Lebens wurde von der UNESCO zum mündlichen Weltkulturerbe geadelt“.

Platz der Wunder!

„Platz der Wunder“ müsste der Platz Djemaa-el-Fna eigentlich heißen. Aber die wörtliche Übersetzung des Namens lautet „Platz der Geköpften“, denn hier wurden früher die abgeschlagenen Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt. Auch heute kommt man her, um zu schauen und zu staunen. Das Klappern der Kochtöpfe mischt sich mit dem Kastagnetten- die Gnaoua-Musiker.

Selbst Skifahrer finden 72 km südlich im Hohen Atlas ein gut ausgebautes Alpin-Ressort (2.650 m - 3.273 m). Von Mitte Dezember bis April ist Wintersport möglich. Im Sommer ist Oukaimeden Startpunkt für Trekkingtouren. Ein Highlight für Familien ist der Aqua-Fun-Park mit Piratenschiff und zahlreichen Riesenrutschen umgeben von 280 Olivenbäumen.

Hier schlug schon Winston Churchchill abRoyal Golf ClubDer älteste ist der Royal Golf Course, einer der Lieblingsplätze von König Hassan II., dessen Golfleidenschaft den grünen Sport in Marokko erst richtig beflügelte. Auch Winston Churchill,Lloyd George und Eisenhower drehten ihre Runden auf den gepflegten Fairways.Arnaud Massy entwarf in den 20er Jahren die Anlage, die später grundlegend modernisiert wurde. Palmenwälder säumen die teilweise recht schmalen Fairways, dazwischen Zypressen, Eukalyptus, Oliven, Orangen- und Aprikosenbäume.Anzahl der Löcher: 18 Par: 72—5888mGolf Club „Palmeraie“Die 18 Bahnen des Golf „Palmerale“ wurden om renommierten Golfarchitekten Robert Trent Jones konzipiert und begeistern mit zahlreichen Wasserhindernissen und schwierigen Bunkern.Anzahl der Löcher: 18Par: 72—6200 mGolf Club „AmeIkis“Die im Oktober 1995 eröffnete Anlage wurde nach Entwürfen von Cabell Robinson gebaut, der sowohl die besonderen Windverhältnisse als auch die geländetypischen roten Hügel bei der Konzeption der Bahnen miteinbezog. Dank seiner grandiosen Kulisse, seinem ganzjährig milden Klima und seiner hervorragenden Infrastruktur gehört der Amelkis Golfclub zu den beliebtesten Plätzen des ganzen Landes. Der Name Amelkis geht auf die Königin eines Berberstammes im Atlas zurück.Anzahl der Löcher: 18 Par: 72 — 6657 mFeste und FestivalsIn der Filmbranche gilt Marrakesch seit langem als einer der angesagtesten Plätze. Zahlreiche Hollywood-Stars gehören zu den Gästen der schillernden Königsstadt. Mit etwas Glück begegnet man einem von ihnen im Restaurant oder beim Stadtbummel. Schon 1956 drehte Alfred Hitchcock hier den Film „Der Mann, der zuviel wusste“.Zahlreiche Großveranstaltungen und Festivals locken internationale Gäste rund um das Jahr, bspw. das Mamounia Golfturnier und der Marrakesch-Marathon im Januar, das „Festival der Volkskünste“ im Juli und das „lnternationale Filmfestival“ im November.Ausflüge ab MarrakeschEin Aufenthalt in Marrakesch lässt sich gut mit Ausflügen in die reizvolle Umgebung verbinden, insbesondere zur weltberühmten „Straße der Kasbahs“. Mehr Infos auf den Folgeseiten.Nur ca. 60 km sind es ins wildromantische Flusstal des Ourika mit seinen verstreuten Lehmziegeldörfern und fruchtbaren Terrassenkulturen. 2 — 3 Autostunden dauert die Fahrt zu den 110 m hohen Wasserfällen Cascades d‘Ouzoud, nordöstlich von Marrakesch.

Ein Paradies für Bergwanderer ist die eindrucksvolle Landschaft des Nationalparks Toubkal. Der Djebel Toubkal, ist mit 4.167m der höchste Berg der Atlasländer. In dem 38.000 ha großen Nationalpark um Marokkos höchsten Berg wachsen die ältesten Eichen und Thujen des Landes. Hier begegnet man seltenen Tieren und Pflanzen und 5.000 Jahre alten Felsgravuren.

Zeitgleich mit dem Bahia-Palast wurde ein anderer Palast errichtet, der heute das Volkskunstmuseum Dar Si Said beherbergt, die größte Sammlung von Berber-Kunsthandwerk in Marokko. Neben Holzschnitzerei, Silber-, Messing- und Kupferarbeiten, Keramik und Teppichen kann man hier einen traditionellen Festsaal mit Hochzeitsthron und Festkleidung bewundern.Nur 100 Meter weiter kann man im maurischen Stadthaus Dar Tiskiwin die Privatsammlung eines holländischen Kunsthistorikers besichtigen.Die nächste Sehenswürdigkeit ist nur zu Fuß erreichbar, denn sie liegt inmitten der nördlichen Medina: die Medersa Ben Youssef, Marokkos größte ehemalige Hochschule. Im 14. Jahr hundert von den Meriniden gegründet, stieg sie unter der Herrschaft der Saadier zur größten Koranschule des Landes auf. 900 Schüler sollen hier gleichzeitig studiert und tlw. gewohnt haben. Durch einen dunklen Gang und Vorraum erreicht man den Innenhof - geblendet vom gleißenden Licht und der verschwenderischen Schönheit der Wanddekoration! Paradiesgärten Jardin Majorelle, Menara und andere ParadiesgärtenSie sind Inseln der Frische und - nach Ansicht der Marokkaner - ein „Abbild des Paradieses“, die Palastgärten der Almohaden-Sultane und die Oasengärten der Palmeraie. Palmen-, Zypressen- und Olivenhaine, spiegelnde Wasserflächen und duftende Bougainvillea. Matisse, Eug Delacroix und Yves Saint-Laurent wurden hier verzaubert.Der Zaubergarten des Modezars Yves Samt Laurent Jardin Majorefle“ ist für Besucher geöffnet.Der Palastgarten Menara wurde bereits im 12. Jh. von den Almohaden angelegt; der Pavillon stammt aus dem 19. Jh. An warmen Sommerabenden kann man hier eine spektakuläre Sound & Light-Show genießen.Die SouksZwischen der Medersa Ben Youssef und dem Platz Djemaa-el-Fna reihen sich die Zunftviertel aneinander: die Souks der Ledermacher, Schuster und Schneider, der Eisenschmiede, Holzschnitzer, Töpfer, Wollfärber und, und, und.

Sport, Wellness & NightlifeNeben dem täglichen Spektakel der Djemaa-el-Fna und den Reizen der Souks bietet die Königsstadt schier unbegrenzte Freizeit-Möglichkeiten: Pool und Paragliding, Tennis und Trekking, Reiten und Rafting — Aktiv-Urlauber kommen hier auf ihre Kosten.

Stadtrundfahrt

Nach der Machtergreifung der Meriniden Mitte des 13. Jh. begann Marrakechs Stern vorüber gehend zu sinken. Fes wurde Residenz und Marrakesch verlor an Bedeutung. Erst die Saadier machten die „Perle des Südens“ 1554 wieder zu ihrer Residenz. Mit Karawanenhandel und „Gold aus Timbuktu“ stieg Marrakech erneut zur glänzenden Metropole auf. Aus dieser Zeit stammen die gewaltigen Ruinen des Badi-Palastes und die herrlichen Königsgräber.Die Herrscher der nun folgenden Alaouiten-Dynastie gaben wiederum Fes den Vorzug und fortan stand Marrakech im Schatten der nördlichen Königsstädte.Bis zur Unabhängigkeit Marokkos (1956) beherrschte der Pascha von Marrakech, El Glaoui, auch „der Löwe des Atlas“ genannt, die Stadt und weite Teile des Südens. Die von ihm unterstützten französischen Beamten ließen hier die schönste Protektoratsstadt des Maghreb entstehen. Heute sorgen Handwerk und Handel, Kongresse, Filmindustrie und Fremdenverkehr für eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Die glanzvolle Geschichte der Stadt ist in den Häusern und Palästen der Altstadt noch immer gegenwärtig. Viele von ihnen wurden in den vergangenen Jahren in zauberhafte Hotels, individuelle Riads, umgewandelt.

Am besten mit Pferdekutschen. Zentrale Halteplätze sind am Platz Djemaa oder vor der Koutoubia Eingang zu den Gärten der Koutoubia-Moschee Moschee. Hier beginnt unsere Rundfahrt. Entdecken Sie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Königsstadt. Der erste Halt sind die maurischen Saadier Gräber, die in ihrer prachtvollen Ausgestaltung an die spanische Alhambra erinnern. Der nächste Stop ist das Palais de la Bahia, ein eindrucksvolles Beispiel für orientalische Prachtenfaltung im 19. Jahrhundert Zauberhaft: die üppig bepflanzten lnnenhöfe die Majolika-Kacheln und Schnitzereien aus Zedernholz Hier residierte der Großwesir und später der französische Gouverneur.

   

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