Wer das große Land Marokko ganz bereisen will, wer nur die wichtigsten Städte und Landschaften kennen lernen möchte, braucht mehrere Wochen! Marokko ist ein großes und reiches Land. Urlauber entscheiden sich zwischen Badeurlaub (Atlantik oder Mittelmeerküste) und Städte oder Rundreise (Königsstädte, Straße der Kasbahs) oder sie kombinieren beides. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Machen Sie eine Rundreise durch Marokko, von Agadir die Atlantikküste hinauf nach Essaouira und Casablanca, erkunden Sie die Königsstädte Rabat, Meknes, Fes und Marrakesch, erleben Sie die Weite der Sahara am Dünenberg Erg Chebbi und die eindrucksvolle „Straße der 1.000 Kasbahs“ oder entdecken Sie Tanger und die Mittelmeerküste, oder was auch immer Sie mögen!

Die besten Verbindungen

Zahlreiche Nonstop-Flüge verbinden mehrere europäische Städte mit den wichtigsten Zielen in Marokko. Der Flughafen Casablanca ist der Heimatflughafen und Drehkreuz von Royal Air Maroc. Der nationale Carrier bietet via Frankfurt tägliche Nonstop-Verbindungen nach Casablanca sowie Anschlussflüge zu zehn weiteren Zielen in Marokko, nach Marrakesch, Ouarzazate, Essaouira, Agadir, Oujda, Tanger, Nador, Dakhla, Fes und Laayoune. Einiger dieser Städte werden auch direkt angeflogen.

Landschaft

Von Spanien nur durch die 14 km Meerenge von Gibraltar getrennt, ist Marokko Afrikas „Brücke nach Europa“.

Das fruchtbare Landesinnere, die Meseta (Hochebene) und das Sebou-Flussbecken, wer den von Gebirgszügen eingerahmt: dem steil zum Mittelmeer abfallenden Rif-Gebirge im Norden und dem dreigeteilten Atlasgebirge im Süden und Osten.

Ein Blick auf die Karte zeigt: auf dem fruchtbaren Hochplateau und in den Küstenebenen entstanden die großen Städte, die heute Urlauber aus aller Welt nach Marokko locken.

Das Atlasgebirge zieht sich in drei parallelen Bergketten vom Nordosten zum Südwesten: Unterhalb des Rifgebirges, bei Meknes und Fes, beginnt der Mittlere Atlas (bis zu 3.340 m), an den sich südlich von Marrakesch der Hohe Atlas anschließt (bis zu 4.167 m Djebel Toubkal). Einen Schutzwall vor der Sahara bildet der 450 Mio. Jahre alte Anti-Atlas, dessen steiler Gebirgsrücken sich südlich von Tafraoute bei Agadir erhebt und bis nahe Ouarzazate hinzieht. Die landschaftliche Schönheit und Vielfalt des Landes erschließt sich am besten auf einer Rundreise

12 Monate Saison

Es gibt keine Jahreszeit, in der man in Marokko keinen sonnigen und klimatisch angenehmen Urlaub verbringen könnte!

Entgegen den Erwartungen vieler Menschen hat Marokko ein sehr gemäßigtes Klima, dass stark von Atlantik und Atlasgebirge beeinflusst wird.

Welche Jahreszeit man als ideale Reisezeit bezeichnet, das hängt vom Reiseziel und der persönlichen Hitze-/Kälteempfindlichkeit ab:

An der Küste

An der Atlantikküste steigen die Tagestemperaturen auch im Hochsommer nicht über 27° C und sinken im Winter selten unter 18° C. Das maritime Klima gleicht dem der gegenüberliegenden Kanaren. Auch in den Monaten November bis Februar, wenn es bei uns trüb und nass ist, herrschen in Agadir frühlingshafte Temperaturen. „Regentage“ sind selten oder dauern nur wenige Stunden.

Im Landesinneren

In den Bergen und auf den Hochebenen - in Marrakesch und Fes - steigt die Quecksilbersäule im Hochsommer schon mal auf 38°C, allerdings ist die Hitze durch die Nähe der Wüste trocken und für den Körper deutlich angenehmer als schwüle 27° C in unseren Breiten. Im Winter kann es hier richtig kalt werden, besonders im Bergland. Ab 2.000 m Höhe herrschen ähnliche Temperaturen wie in Mitteleuropa. Wer in der Stadt im T-Shirt und Baumwollpulli spazieren geht, muss auf den Atlas-Höhen die Steppjacke rausholen. Hier schneit es auch häufig - daher verfügt Marokko über zwei Skigebiete!

Im Süden

Starke Temperatur-Unterschiede zwischen Tag und Nacht, Ebene und Höhe prägen auch das Klima der südlichen Landesteile. Für die „Straße der Kasbahs“ sind Februar bis April und Oktober/November ideale Reisemonate.

Badestrände

Tausende von Kilometern feinkörniger Sandstrände säumen Marokkos Küsten an Atlantik und Mittelmeer. Ein Eldorado für Badenixen, Sonnenhungrige, Strandläufer und Sandburgenbauer. Touristisch erschlossen ist bisher nur der kleinste Teil.

Den besten Strand bietet derzeit zweifelsohne Agadir: Restaurants, Umkleidekabinen, Schirme, Liegen und Spielplätze, und natürlich die ganze Palette des Wassersports - von Jet- und Wasserski bis zu Kite-Surfen und Paragliding.

Bewirtschaftete Strände gibt es außerdem in Essaouira, Rabat und Casablanca, an der Mittelmeerküste in Tanger, Al Hoceima und dem Küstenstreifen zwischen Ceuta und Tetouan.

Wer unberührte Natur und Einsamkeit liebt, findet auch in kleineren Städten wie Oualidia und El Jadida reizvolle Unterkünfte an blitzsauberen Stränden!

Die Wassertemperaturen liegen am Atlantik ganzjährig zwischen 17°C und 20°C, am Mittelmeer steigen sie im Sommer bis auf 25°C.

Sechs Badezentren entstehen in der Nähe landschaftlich reizvoller und/oder historisch bedeutender Städte:

Strand von Saidia (Mittelmeerküste): Saidias piniengesäumte Sandstrände sind bisher nur im eigenen Lande bekannt. Die gesellige Hochsommer-Atmosphäre erinnert an die Badeorte der italienischen Adria Anfang der 60er Jahre.

Strand Essaouira Mogador (Atlantik): Essaouira gehört schon jetzt zu den beliebtes ten Badezielen Marokkos und seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die neue Baderegion entsteht nur wenige Kilometer von der Medina entfernt.

Strand Haouzia Mazagan (El JadidalAtlantik): Schon heute lockt El Jadida (seit 2004 Weltkulturerbe der UNESCO) mit seiner Renaissance-Festung aus der Portugiesenzeit und der eindrucksvollen unterirdischen Zister ne, mit Altstadt, Top-Hotel und Golfplatz. Das Urlaubsangebot soll nun deutlich vergrößert werden.

Strand Lixus (Larache/ Atlantikküste): Die antike Stadt Lixus ist die älteste phönizische Stadtgründung Marokkos. Spurensucher stoßen auf zahlreiche Ruinen aus der Römerzeit. Von hier sind es nur 5 km nach Larache, größter Hafen der Region und ein lebhafter Markt- flecken. In der von einer Stadtmauer umwallten Medina gibt es malerische Plätze und Arkaden, andalusisch wirkende Gassen und eine Festung aus dem 17. Jahrhundert. An den schier endlosen Sandstränden ist jede Menge Platz für die geplante touristische Infrastruktur.

Strand Taghazout (Region Agadir): Fischerdorf 21 km nördlich von Agadir. Die herrlichen Sandstrände mit einigen Restaurants und Apartmenthäusern sind noch ein Geheim Tipp.

Plage Blanche (500 km südlich von Agadir): Weiße Sandstrände am Rande der Sahara. Der nächste Ort ist Tan-Tan, eine kleine Hafenstadt mit Kasbah und lebhaftem Souk.

Informations- und Kommunikationstechnik

Die Liberalisierung des Telekommunikationssektors hat neue Anbieter auf den Markt gebracht. Neben die traditionelle Telefongesellschaft Maroc Telecom sind seit 2005 weitere Festnetzanbieter getreten. Die mobile Telephonie decken bisher 3 Lizenznehmer ab.

Wohnkultur statt Bettenburgen

Je jünger eine Ferienregion, umso weniger entwickelt ihre Infrastruktur. Diese Formel führt bei Marokko zu falschen Schlüssen: „jung“ ist das Urlaubsland Marokko nur im deutschen Markt! Bei Franzosen und Spaniern zählt das Land schon seit Jahren zu den favorisierten Urlaubszielen. Die Angebotsbreite, die unsere europäischen Nachbarn aus heimischen Ferien- Regionen kennen und schätzen, finden sie auch in Marokko aber eben noch viel mehr!

Marokko schafft den Spagat zwischen modernen All inklusive Anlagen und authentischern Ambiente: selbst die modernsten Unterkünfte sind inspiriert von traditioneller Architektur und überliefertem Dekor.

Kacheln und kunstvolle Mosaike, die auf jahrhundertealte Vorbilder zurückgehen, filigranes Schnitzwerk aus Zedernholz und feingemeißelte Stuckbänder zieren nicht nur die mittelalterlichen Medersen, sondern auch viele Gasträume. Berberteppiche und Fayencen machen auch einfache Zimmer zum Schmuckstück.

Ferien-Apartment oder Family-Hotel, Clubanlage oder Luxus-Ressort - über die Wahl des Hotels entscheiden Geschmack und Geldbeutel.

Riads, Hotels für Individualisten

Eine Besonderheit der marokkanischen Hotellandschaft sind die individuellen Riads, stilvolle Gästehäuser, die in sanierten Altstadthäusern, meist ehemaligen Patriziervillen und Residenzen wohlhabender Kaufleute, entstanden sind.

Oasen der Ruhe mit lauschigen Innenhöfen und romantischen Dachterrassen. Tradition und Design aufs Schönste vereint! Die meisten Riads findet man in Marrakech und Fes sowie in der Künstlerstadt Essaouira.

Oasen des Südens: Hotels im Kasbah-Stil

Im Oasengebiet des Tafilalet und in den Flusstälern des Draa und Dades, der weltberühmten „Straße der Kasbahs“, imitieren moderne Hotels den Baustil der historischen Lehmburgen. Kein Fremdkörper stört die Harmonie von Landschaft und Wohnkultur.

Schlafen unterm Sternenzelt

Viele Urlauber, die es in die Wüste zieht, träumen von einer Nacht unterm endlosen Sternenhimmel. In Zusammenarbeit mit Spezialagenturen, lokalen Incentive-Agenturen oder Hoteliers lässt sich dieser Traum leicht verwirklichen.

Service-Qualität

Service-Qualität ist eine Mischung aus Gastfreundschaft und Professionalität.

In einem Land, dessen Geschichte von Handelskarawanen bestimmt wurde, ist die Gastfreundschaft nicht nur selbstverständliche Tradition, sondern für jeden Marokkaner innerste Verpflichtung. Fremde werden in Marokko wie Freunde empfangen. Selbst bei einfachen Bauern, fern der Touristenpfade, erlebt der Gast die natürliche Wärme. Die Einladung zum Minztee kommt von Herzen und erwartet keine Gegenleistung.

Professionalität wiederum beruht auf Schulung und Knowhow. Dafür sorgen zahlreiche Hotelfachschulen sowie das Engagement der örtlichen Hoteliers. Freundlichkeit ersetzt Routine. Das spürt der Gast.

Auch Fremdsprachen gehören zur Ausbildung — neben Französisch und Spanisch, Englisch und Deutsch.

Orient trifft Okzident, Marokko kulinarisch

Marokkos Küche steht für orientalische Küche schlechthin. Ein Bild, das nicht nur die Würze der Speisen, sondern auch unsere Vorstellung von Restaurants und Gasthäusern prägt. Beim Stichwort Marokko sehen wir reich verzierte Räume vor uns, Schnitzerei und Fayencen, bunte Kissen, verschwenderische Dekoration.

Paul Bocuse wurde einmal befragt, welche drei Küchen die besten seien. Er nannte die französische, die chinesische und die marokkanische. Letztere beschrieb er als abwechslungsreich, familiär und erlesen.

Tajine mit Huehnchen und ZitronenNationalgericht Tajine: Unbedingt probieren sollte man die köstlichen marokkanischen Spezialitäten, die nach Kreuzkümmel, Koriander und Safran duften. Lecker und vielseitig ist Tajine, ein Gericht, das in einem typischen Tongeschirr mit kegelförmigem Deckel gegart und serviert wird. Der saftige Eintopf köchelt stundenlang über dem Holzkohlenfeuer. Lamm mit Pflaumen oder Datteln und Aprikosen, Rindfleisch mit Quitten, Hühnchen mit Oliven und Zitronenschalen Konfit, Fisch mit Kreuzkümmel, Koriander und Paprika. Die Varianten sind grenzenlos!

Auch Couscous steht in Marokko überall auf der Speisekarte. Der lockere Weizengries wird mit Fleisch oder Geflügel und mindestens sieben Gemüsen serviert. So will es die Tradition!

Bei der berühmten Pastilla zeigt sich die Liebe der Marokkaner zu süßlichen Aromen: zwischen hauchdünnen Teigschichten stecken Mandeln, Zucker und Taubenfleisch aber orientalisch köstlich.

Den Abschluss jeder marokkanischen Mahlzeit bildet der berühmte Minztee, der in hohem Strahl in kleine Gläser gegossen wird, bis er schäumt, zwei Mal; wenn es ganz stilecht sein soll! Er wird nicht nur zum Essen, sondern den ganzen Tag über getrunken. Dazu gibt es landestypische Gebäckspezialitäten wie „Gazellen-Hörner“ und Shebakkia, frittiertes Gebäck mit Honig und Sesam.

Fangfrischer Fisch

Marokkos Fischgründe sind reich und vielfältig. Das zeigt sich auch auf den Speisekarten: Seewolf, Rochen und Seezunge, Sardinen, Calamar, Garnelen u.a. gibt es selbst in ein fachen Restaurants in vielen Zubereitungen.

Wichtig: Die marokkanische Küche ist nicht scharf, sondern mild und manchmal leicht süßlich.

Kunsthandwerk

Das marokkanische Kunsthandwerk ist in Fülle und Vielfalt einzigartig. Muster und Handgriffe, Fertigkeiten und Traditionen werden seit Jahr hunderten von Generation zu Generation weitergegeben. In der Holzmalerei, Tischler-, Töpfer- und Weberei, bei den Schnitzern, Schneidern und Schmieden, den Gerbern, Färbern, Mosaiklegern und vielen anderen. Überall ist Gelegenheit, den Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen. Wer will, kauft nicht im Souk, sonder hier, „direkt vom Erzeuger“.

Stand 2006

   

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