SafranEin Roman von Linda Holeman, Verlag Page & Turner
Erste Auflage  2009, dt. 2010

Sehr schönes Buch!

Die Geschichte ist eine, die auf den ersten Blick vielleicht als kitschig empfunden wird. Die Heldin beginnt ihr Leben in die Hand zu nehmen und entwickelt dadurch - endlich - ihre Persönlichkeit. Sie hatte aufgehört, an sich zu glauben. Durch eine Krankheit früh gezeichnet, gab es keine Hoffnung auf ein „normales“ Leben. Doch alle widrigen Umstände müssen einen Menschen nicht hindern, sich bewusst  seinen Bedürfnissen und Wünschen, seinen Grenzen und Möglichkeiten zu stellen und dies für sich zu klären.

Das Buch ist „langsam“ geschrieben. Die Autorin nimmt sich immer wieder Zeit für detailreiche Beschreibungen, jedoch ohne dass es irgendwie langweilig wird. Das Buch liest sich wie das Leben. Es geht voran, man sieht es nicht immer, aber am Ende ist man angekommen.

Die Geschichte erstreckt sich über die Lebensstationen der Heldin. Zunächst die blühende Jugend in einer amerikanischen Kleinstadt, durch Krankheit abrupt beendet, Hoffnung auf Genesung mit viel Elan, sich in anderen Dingen auszuprobieren: Die Malerei, die Enttäuschung über die Endgültigkeit der Diagnose und Selbstaufgabe, schließlich Eröffnung einer neuen Welt durch späte, erste Liebe, die sie nach Marokko führt, Desillusionierung und Finden zu sich selbst.

Ich habe das Buch während einer Reise durch Marokko gelesen. Ich bin durch die Suqs von Marrakesch gegangen, so wie es die Romanheldin getan hat, an den Gauklern und Gewürzständen vorbei. Das lässt diese andere Welt noch lebendiger werden. Wer eine Marokko-Reise plant, sollte sich daher unbedingt mit dem Duft von Safran umhüllen.

Brigitte Brinkmann
im April 2013

   

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