Weine aus MarokkoKennen Sie “Guerrouane Rouge”, “Bonnasia Syrah”, “Bonnasia Merlot”, “L’Exellence de Bonnasia”, “Riad Jamil” oder “Rabi Jcob”? Nein? Kein Problem. Hier werden Sie demnächst mehr darüber erfahren und auch, wo sie diese erlesenen Weine aus Marokko beziehen können. Kennen Sie “Guerrouane Rouge”, “Bonnasia Syrah”, “Bonnasia Merlot”, “L’Exellence de Bonnasia”, “Riad Jamil” oder “Rabi Jcob”? Nein?

Kein Problem. Hier werden Sie demnächst mehr darüber erfahren und auch, wo sie diese erlesenen Weine aus Marokko beziehen können.

Der Rotwein Rabbi Jacob trägt das Prädikat ”koscher”. Das heißt, dass Menschen jüdischen Glaubens diesen Wein trinken dürfen, insbesondere zu den großen Festtagen wie Rosch haschannah, Jom Kippur und Passah.

Für die Erzeugung von koscherem Wein gelten genaue Vorschriften. Wein hatte stets bei allen jüdischen Festen seinen Platz, deshalb darf der für religiöse Zwecke vorgesehene Wein ausschließlich von strenggläubigen Juden bereitet werden, damit er nicht durch Ungläubige verunreinigt wird.

Die koscheren Weine werden unter der Aufsicht von Rabbinern hergestellt. Vom Eintreffen in der Kellerei an dürfen Trauben und Weine nur von orthodoxen Juden berührt werden, die den Sabbat heiligen, und bei der Weinbereitung, beim Ausbau und bei der Abfüllung darf nur hundertprozentig koscheres Material benutzt werden. Daraus ergeben sich auch besonders strenge Hygiene- Vorschriften in der Kellerei. Weinbautechnologen und Önologen dürfen, auch wenn sie selber keine Juden sind, strenggläubigen Juden Anweisungen erteilen, worauf diese dann in der Kellerei die nötigen körperlichen Tätigkeiten verrichten.

Die Notwendigkeit, dass ein Wein koscher sein muss, ergibt sich daraus, dass im herkömmlichen Produktionsprozess des Weines Zusätze aus tierischen Erzeugnissen verwendet werden. So wird zum Beispiel tierisches Eiweiss zum Klären, aus Tierknochen hergestellte Gelatine als Glyzerin-Ersatz und bei sehr minderwertigen Weinen Blut zur Färbung des Weines benutzt. Diese Zusätze sind unkoscher, das heisst, dass sie für gläubige Juden zum Verzehr ungeeignet sind. Daher dürfen sie bei der Herstellung koscheren Weines nicht verwendet werden, verboten ist auch die Zugabe von Reinzuchthefen für die Gärung.

Der Rotwein Jacob wird unter der Aufsicht des Oberrabiners von Casablanca von der Jüdischen Gemeinde in Tit Mellil hergestellt. Die in Marokko lebenden Juden bilden heute die größte jüdische Gemeinde in der arabischen Welt. Die zwei wichtigsten Einwanderungswellen erreichten Marokko 1492, als von den katholischen Königen die in Spanien ansässigen Juden und Moslime vertrieben wurden, und während des zweiten Weltkrieges. Die Gründung des Staates Israel 1948, die Unabhängigkeit Marokkos 1956, sowie die arabisch-israelischen Kriege von 1956 und 1967 lösten eine Auswanderungswelle der marokkanischen Juden in Richtung Israel, Westeuropa sowie Amerika aus. Zwischen den über 500.000 marokkanischen Juden in Israel und den in der Heimat verbliebenen Glaubensbrüdern bestehen nach wie vor enge Beziehungen. Den in Marokko lebenden Juden gelingt es, die vergangene Kultur zu erhalten. Aufgrund seiner besonderen Qualität erfreut sich der Rabbi Jacob auch außerhalb dieses Kreises wachsender Beliebtheit. Zuletzt wurde er 1995 auf dem ”Concours Mondial de Bruxelles” mit dem ”Diplôme d’honneur” ausgezeichnet.

 

   

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