Die EMA (Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development e.V.) durchläuft eine rasante Entwicklung und ist bereits zu einer Hauptanlauf- und Schnittstelle für deutsche Unternehmer, Investoren, Wissenschaftler, Politiker und Kulturschaffende geworden, die die Zusammenarbeit mit den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion (EMA-Region) anstreben oder vertiefen möchten.

Die Arbeit der EMA genießt großes Ansehen und Anerkennung in Deutschland und Ihren Partnerländern findet. Sei es nun durch die rege Teilnahme an unseren Veranstaltungen, durch die Anfragen, die wir jeden Tag bekommen, oder durch die Mitgliederstruktur und Partnereinrichtungen.

Ich werde häufig gefragt, worin sich die EMA von anderen bestehenden Einrichtungen unterscheidet. Und ich habe dafür nur eine ehrliche Antwort. Wir unterscheiden uns nicht wesentlich von Ihnen: Wir ergänzen uns, wir schätzen ihre Arbeit sehr und deshalb machen auch wir diese Arbeit!

Wir sind sehr froh darüber, dass Deutschland schon seit Langem gute Beziehungen mit den Ländern des Nahen Osten und Nordafrikas unterhält. Doch die Gründung der EMA und die Kraft, die hinter dieser Organisation steht, ist eine ganz besondere. Es waren keine großen Unternehmen und staatlichen Gebilde, die die EMA ins Leben gerufen haben. Sondern Persönlichkeiten, die von der Dringlichkeit der intensiven Zusammenarbeit mit den Ländern der südlichen Mittelmeer- und Nahostregion persönlich so überzeugt sind, dass sie ihre Rolle als Individuen für diesen Prozess in den Mittelpunkt stellen wollen. In diesem Ihr Einsatz gilt der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Annährung mit dem Ziel der Herausbildung eines gemeinsamen Wertekodexes, der auf Demokratie, fairen ökonomischen Wettbewerb und Kooperation ausgerichtet ist.

Mit diesem Bewusstsein und aus diesem Grund, meine Damen und Herren, arbeiten etliche Mitglieder, der Vorstand, der Beirat und Angestellte der EMA so emsig daran, diese junge Einrichtung aufzubauen. Und aus diesem Grund, meine Damen und Herren, wollen wir auch bundesweit unsere Aktivitäten fortsetzen und ausbauen.

Was sind nun diese Aktivitäten? Welches sind die Instrumente der EMA zur Verwirklichung Ihrer Visionen? Wie sie wissen, ist die EMA kein Wirtschaftsverband im traditionellen Sinne, selbst wenn der Großteil ihrer Aktivitäten weitgehend im Dienste der Wirtschaftsakteure anzusiedeln ist. Wir bilden ein interdisziplinäres Netzwerk von Unternehmern, Institutionen, Akademikern, Journalisten, Diplomaten, Politikern, Professoren und Studenten und weiteren Interessierten. Sie alle vereint das gemeinsame Interesse an einer engen (sozio-)ökonomischen Kooperation mit den Ländern der südlichen Mittelmeer- und Nahostregion. Wir sprechen unserem Leitbild gemäß mit unseren Veranstaltungen und Publikationen Wirtschaft und Kultur zugleich an, da wir der Überzeugung sind, dass diese Hand in Hand gehen sollen.

Ich höre nicht selten die Klage, dass Frankreich, England oder die USA aufgrund kultureller, historischer und sprachlicher Verbundenheit die Oberhand in der Region haben. Doch Normen und kulturelle Gegebenheiten sind beeinflussbar und werden durch verstärkte Kooperation neu definiert oder umformuliert. Der Zugang zum Wissen und zu Informationen wie auch der fleißige Erwerb von sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sind der Hauptschlüssel für ein stärkeres Wachstum, das zudem nicht wie leider so häufig durch Krisen erreicht werden soll, sondern durch Kooperation und zugunsten aller Parteien. Über den Wissenszugang hinaus arbeiten wir daran, in der EMA nicht nur den Fokus auf die Wirtschaft zu legen, sondern auch auf die interkulturelle Kommunikation.

Auf der EMA-Homepage finden Sie diverse Veranstaltungsreihen, die wir mit großem Erfolg durchgeführt haben, wie auch das Programm für das Jahr 2011. Ich muss aber gestehen, dass die EMA zwar wichtige Meilensteine erreicht hat, nichtsdestotrotz immer noch ganz am Anfang steht. Wir wollen nicht nur die Hamburger Geschäftsstelle und Vertretungen in München und Berlin weiter ausbauen, sondern vielmehr in jeder Hauptstadt der 24 EMA-Länder eine eigenständige Vertretung einrichten, die als Bestandteil der EMA-Gebilde gilt und im Dienst der Deutschen Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit agiert.

Diese Vision ist möglich, meine Damen und Herren, sofern die EMA die entsprechende Unterstützung bekommt. Und ich spreche hier nicht allein von der staatlichen Förderung oder der von zwischenstaatlichen oder supranationalen Organisationen, sondern an erster Stelle von der aktiven Unterstützung aller Individuen, die die EMA-Arbeit schätzen und für dringend halten. Denn alles bisher Erreichte ist weitgehend dank des Engagements vieler Individuen und der Vorstandsmitglieder realisiert worden.

Deshalb erlaube ich mir, meine Damen und Herren, Sie herzlich zur Mitgliedschaft in der EMA einzuladen. Mit Ihrer Mitgliedschaft wollen wir an erster Stelle Arbeitsplätze für junge, motivierte Akademiker in der EMA sichern, die sehr viele kreative Gedanken und Ideen einbringen, von denen auch Sie persönlich mit Sicherheit stark profitieren können.

Sollten Sie darüber hinaus an einem aktiven Engagement in der EMA interessiert sein, lade ich Sie ein, Mitglied der verschiedenen EMA-Gremien zu werden. Wir haben im nächsten August die Vorstandswahlen und wir würden uns sehr freuen, wenn bis dahin weitere Persönlichkeiten und Unternehmen Ihr Engagement unter Beweis stellen möchten und wir diese sodann für den Vorstand gewinnen könnten.

Schließlich möchte ich nachdrücklich betonen, dass die zukünftige Präsenz Deutschlands in den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion in unseren eigenen Händen liegt. Und es kommt nur drauf an, wie wir mit dieser wichtigen unsichtbaren Verantwortung umgehen wollen.

Autor:
Dr. Abdelmajid Layadi
http://www.ema-germany.org

Stand 2011

   

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