Fuenftig Jahre MigrationMarokkanische Migranten engagiert in Deutschland: „Marokkaner in Deutschland  sind Brückenbauer zwischen den Kulturen. Sie gestalten die deutsche Gesellschaft mit und fördern ebenso Entwicklung in ihrem Herkunftsland.“ Mit diesen Worten eröffnete am 25. Juni der marokkanische Minister für im Ausland lebende Marokkaner, Abdellatif Maâzouz, den Festakt, zu dem das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und das Deutsch-Marokkanische Kompetenznetzwerk e.V. (DMK) unter der Schirmherrschaft seiner Majestät König Mohammed VI von Marokko nach Berlin eingeladen hatten.

Der Anlass: Vor 50 Jahren, am 21. Mai 1963, unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und das Königreich Marokko ein Anwerbeabkommen und reagierten damit auf den Fachkräftemangel in Deutschland und eine Migrationsbewegung, die schon längst eingesetzt hatte. Zugleich war es der Startschuss für einen engen Austausch zwischen beiden Ländern. Der Abend, an dem viele marokkanische Migranten verschiedener Generationen anwesend waren, zeigte, dass das Klischee des schlecht integrierten, nicht engagierten Migranten keineswegs stimmt.

Inzwischen leben rund 130.000 Marokkaner[1] in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Sie engagieren sich für Deutschland und ihr Herkunftsland und stoßen wichtige Prozesse an. Ein Grund dafür, warum sich auch die Debatte um Migration und Entwicklung gewandelt hat. „Wir schauen verstärkt auf das Potential der Migranten: sie sind wichtige strategische Partner und Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“, betonte Cornelia Richter, im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH verantwortlich für CIM.

Seit 2007 fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zunehmend das Potential von Migranten. Durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzungsangebote, finanzielle oder personelle Beiträge werden Projekte von Diasporaorganisationen in ihren Herkunftsländern gefördert. Bestes Beispiel dafür ist das DMK: Der Verein als deutschlandweiter Zusammenschluss von über 700 marokkanischen Experten zählt zu den größten und professionellsten Akteuren im Bereich Migration und Entwicklung in Deutschland und bewegt viel – in Deutschland und in Marokko.

Foto: Paul Hahn

Marokkanische Migranten der ersten Generation zusammen mit dem marokkanischen Minister für im Ausland lebende Migranten, Abedallatif Maâzouz (oberste Reihe, 3. v.l.). Sie erhielten eine Urkunde als Würdigung und Anerkennung ihres Engagements.

Weitere infos in Arabisch, siehe Youtube VideoClip

   

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