SakralmusikFes16. Festival der Sakralmusik im Juni 2010 in Fes. Vom 4. bis 12. Juni findet das Weltfestival der sakralen Musik statt. In Marokkos spiritueller Metropole leben während des Festivals musikalische Vertreter unterschiedlicher religiöser Ausrichtungen eine friedliche und harmonische Koexistenz vor. Für eine Woche scheint die Welt eine bessere zu sein, zumindest in Fes. Das Festival demonstriert zum 16. Mal eine hoffnungsvolle Einigkeit der Kulturen, welche die unerträglichen, oft religiös bedingten Konflikte der Menschheit vergessen lässt. Musikalische Traditionen mit unterschiedlichsten Wurzeln verweben sich vor der beeindruckenden Kulisse des historischen Fes zu einer Art Weltenseele.

  Fes, von einem direkten Nachfahren des Propheten Mohammed vor 1200 Jahren gegründet, bietet einen einmaligen Rahmen für diese multikulturelle Begegnung. Nicht ohne Grund ernannte die UNESCO 1981 die größte und mittelalterlichste islamische Altstadt zum Weltkulturerbe. Der Festivalbesucher wird sicherlich zwischen der Attraktivität des Festivalprogramms und der Faszination dieser einmaligen Stadt hin- und hergerissen sein und eine komfortable Unterkunft zum relaxen zu schätzen wissen.

Fes wird direkt von Ryanair angeflogen. Unterkünfte findet man in den zahlreichen romantischen Riadhotels der Medina, sowie in den internationalen Hotels der Neustadt.

Festival de Fès des musiques sacrées du monde bietet über sieben Tage eine kaum zu bewältigende Fülle an Programmpunkten:
Die Vormittage der Festivalwoche sind für hochkarätig besetzte Symposien, Altstadtführungen, Foto- und Kunstausstellungen reserviert. Nachmittags vermitteln im lauschigen Garten des Dar Batha Ethnogruppen aus aller Herren Länder ihre kulturelles Erbe. Iranische, irakische und israelische Gruppen lassen gemeinsam mit Musikern aus der Mongolei oder Burundi ein internationales Publikum an ihrem kulturellen Erbe teilhaben. Die Zuhörer begeben sich in dem ehemaligen Wesirspalast auf eine spirituelle Weltreise. Nachmittags treffen sich tausende, meist jüngere Bewohner der Medina vor den schmucken Pforten des Bab Boujeloud, um mit Begeisterung den Beat populärer Hip Hop-, Reggae-, Raibands zu genießen. Das Highlight des Tages findet abends auf dem Mechouar, dem mit Zelten festlich geschmückten ehemaligen Paradeplatz des Sultans statt. Dieses Jahr treten geben sich Musikgrößen wie Ben Harper, Boys of Alabama Gospel, David Murray, Archie Shepp und das Königliche Kambotschanische Balletdie Ehre.Ab Mitternacht zelebrieren Sufibruderschaften ihre individuellen Gottesanrufungen im Garten des Dar Tazi. Akteure wie Zuhörer suchen durch Tänze, Rezitationen oder musikalischen Rhythmen einen Trancezustand, um so die Nähe Gottes zu erfahren.

Autor: Eberhard Hahne
www.eberhard-hahne.com

   

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